Fördermittel - Heizen mit Holz
 

 

Förderung erneuerbarer Energien (Marktanreizprogramm)EUROBiomasseanlagen - Höhe der Förderung

Automatisch beschickte Anlagen zur Verfeuerung fester Biomasse (Pelletsanlagen)Zuschüsse werden nur für Anlagen mit einer Nennwärmeleistung von mindestens 8 und maximal 100 kW sowie einem Kesselwirkungsgrad von mindestens 88 % gewährt. Der Zuschuss beträgt 60 Euro je kW errichteter installierter Nennwärmeleistung, mindestens jedoch 1.700 Euro bei Anlagen mit einem Kesselwirkungsgrad von mindestens 90 %. Für Primäröfen ohne Wärmedämmung mit einem Kesselwirkungsgrad von mindestens 90 %, die konstruktionsbedingt auch Wärme an den Aufstellraum abgeben, beträgt der Zuschuss mindestens 1.000 Euro. Die Anlagen müssen mit einer Leistungs- und Feuerungsregelung sowie einer automatischen Zündung ausgestattet sein und bei Anlagen bis 50 kW ist erforderlich, dass es sich um eine Zentralheizungsanlage handelt.Manuell beschickte ScheitholzvergaserkesselZuschüsse werden nur für Anlagen mit einer Nennwärmeleistung von mindestens 15 und maximal 100 kW sowie einem Kesselwirkungsgrad von mindestens 88 % gewährt, sofern sie mit einer Leistungs- und Feuerungsregelung (Temperaturfühler hinter der Verbrennungskammer und/oder Lambdasonde zur Messung des O²-Gehaltes im Abgasrohr) ausgestattet sind und über einen Pufferspeicher mit einem Mindestvolumen von 55 l/kW verfügen. Der Zuschuss beträgt 50 Euro je kW errichteter installierter Nennwärmeleistung, mindestens jedoch 1.500 Euro bei Anlagen mit einem Kesselwirkungsgrad von mindestens 90 %.

Art der Förderung

Die Förderung erfolgt als Festbetragsfinanzierung durch nicht rückzahlbare Zuschüsse (Projektförderung).

Antragsberechtigte

Privatpersonen, Kommunen, Zweckverbände, sonstige Körperschaften des öffentlichen Rechts sowie eingetragene Vereine, die entweder Eigentümer, Pächter oder Mieter des Grundstückes sind, auf dem die Anlage errichtet werden soll.Die Höhe der Fördermittel für öffentliche Antragsteller und Vereine sind auf 6,5 % der jährlich zur Verfügung stehenden Verpflichtungsermächtigungen begrenzt, so dass für diesen Bereich ein Windhundverfahren durchgeführt wird.Freiberuflich Tätige sowie kleine und mittlere gewerbliche Unternehmen nach der Definition der Europäischen Gemeinschaften (Abl. der EG 1996 Nr. C 213/4ff) sind erst nach erfolgter beihilferechtlicher Genehmigung der Förderrichtlinien durch die Europäische Kommission und Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union antragsberechtigt. Die Genehmigung und Veröffentlichung ist noch nicht erfolgt.Generell nicht antragsberechtigt sind Unternehmen, bei denen es sich nicht um kleine und mittlere Unternehmen nach der Definition der Europäischen Gemeinschaften handelt.Quelle: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Informationen und Antrag:Bundesamt für Wirtschaft
und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
Frankfurter Straße 29-35
65760 Eschborn
Telefon: 06196/404-625
Telefax: 06196/94226

Internet: www.bafa.de

Neben der Förderung durch den Bund gibt es zahlreiche Programme auf Länderebene. Außerdem können Sie bei Ihrem zuständigen Forstamt Informationen zu weiteren Fördermöglichkeiten erfragen.

Wir beraten Sie gerne als kompetenter Ansprechpartner und schöpfen gemeinsam mit Ihnen alle Fördermöglichkeiten aus. Kontaktieren sie uns!


HAFÖ, Holzabsatzförderrichtlinie (NRW)

Für welche Gebäude wird die energetische Nutzung von Holz gefördert? 

Die Förderung umfaßt die Spanne vom zentralen Pelletofen mit Speicher (ggfls. in Kombination mit der Nutzung der Sonnenenergie) im „Niedrigstenergie“- oder Niedrigenergie-Einfamilienhaus über Hackschnitzelheizungen in land- und forstwirtschaftlichen Betrieben, Gewerbebetrieben oder Schulzentren mit Schwimmbad bis hin zum zentralen Heizwerk mit Nahwärmenetz für mehrere Gebäude oder sogar ein ganzes Wohngebiet.  

Eine Referenzliste über in NRW mit Hafö-Mitteln geförderte Anlagen wird zur Zeit erstellt.  

Werden nur Holzheizungen in Neubauten gefördert? 

Nein, auch der Wechsel von der zentralen Oel- oder Gasheizung auf automatisch beschickte und geregelte Holzheizungsanlagen mit den Brennstoffen Holzpellets oder Holzhackschnitzel ist förderfähig. Ausbau und Entsorgung der alten Heizungsanlage sowie ggfls. notwendige Schornsteinsanierung sind jedoch von der Förderung ausgeschlossen. 

Werden auch Scheitholzkessel oder Kachelöfen/Kaminöfen gefördert? 

Nein, handbeschickte Anlagen und Kombianlagen mit der Umstellung auf Handbetrieb und Scheitholzfeuerung sind von der Förderung ausgeschossen.

Wo ist die Förderung zu beantragen? 

Ansprechpartner und zugleich Bewilligungsbehörde für Hafö-Mittel sind die örtlich zuständigen  Unteren Forstbehörden.

Dort erhalten Sie auch die Antragsvordrucke (für die Bundes- und die Landesförderung) und weitere fachliche Beratung. 

Was ist besonders zu beachten? 

Während bei der Bundesförderung die Eingangsbestätigung des Antrages ausreicht, darf nach der Hafö-Richtlinie jedoch erst mit der Maßnahme begonnen werden (Vertragsabschluß), wenn der Zuwendungsbescheid vorliegt!  

Wer fördert die „Kleinanlagen“ (bis 100 kW NWL) ? 

Kleinanlagen bis 100 kW Nennwärmeleistung (NWL) werden aus Bundesmitteln (hier: Marktanreizprogramm) und nach der Holzabsatzförderrichtlinie des Landes NRW gefördert.

Im Nennwärmeleistungsbereich bis zu 15 kW werden jedoch nur Holzpellet-Heizungs-anlagen gefördert.

Wie hoch ist die Förderung für diese „Kleinanlagen“ (bis 100 kW NWL) 

Für Feuerungsanlagen mit einer Nennwärmeleistung bis 27 kW und einem Kesselwirkungsgrad von mindestens 90 % (!!)beläuft sich der Förderbetrag des Bundes auf den Mindestbetrag von 1.700 EUR je Anlage.

Die Bundesrichtlinie gestattet eine Gesamtförderung in Höhe des Zweifachen der Bundesförderung. Aus Hafö-Mitteln des Landes NRW können Sie daher ebenfalls 1.500 EUR erhalten. 

Bei Anlagen über 27 bis 100 kW beläuft sich der Förderbetrag des Bundes auf 60 EUR je kW und kann aus Hafö-Mitteln um den gleichen Betrag aufgestockt werden. 

Wie werden „Profianlagen“ (ab 100 kW bis 49 Megawatt NWL) gefördert? 

Nach Hafö-Richtlinie werden zu den von der Bewilligungsbehörde als zuwendungsfähig anerkannten Ausgaben verlorene Zuschüsse (Anteilsfinanzierung) in Höhe von bis zu maximal

40 % (für private Antragsteller) über bis zu 35 % (für kommunale Einrichtungen/Heizwerke mit Nahwärmenetz) und bis zu 25 % (für Gewerbebetriebe u.a.) gewährt.  

Die maximale Zuwendung je Fördermaßnahme beträgt 500.000 EUR.  

Eine Kofinanzierung aus anderen öffentlichen Förderprogrammen ist zulässig, Voraussetzung ist allerdings, dass der finanzielle Eigenanteil des Antragstellers von 60 % dadurch nicht unterschritten wird. 

Quelle: Landesforstverwaltung NRW und Energieagentur-NRW

 

 
 
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